Nach FDP Antrag: Verkehrskonzept wird im BUA diskutiert

AnträgeKluge StadtentwicklungMobilität und VerkehrPresseecho6. Juni 2017

Wir haben bereits vor Jahren einen Antrag zur Erstellung eines Verkehrskonzeptes gestellt. Damals wurde dieser noch müde belächelt und abgelehnt. Der erneuerte Antrag vom vergangenen Donnerstag wurde hingegen mit positivem Feedback in den BUA verwiesen. Den Antrag finden Sie hier. Wir freuen uns, dass endlich ein Schritt in die richtige Richtung gemacht wurde.

Artikel aus der Taunus Zeitung vom 06.06.2017:

Mehr Menschen, mehr Autos: FDP fordert Verkehrskonzept

Oberursel. 1000 neue Wohnungen sollen bis 2021 in Oberursel gebaut werden. Schafft es die große Koalition, dieses Ziel umzusetzen, heißt das auch, dass mehr Verkehr auf die Brunnenstadt zukommt. Schließlich bringen zusätzliche Einwohner weitere Autos, Fahrräder und andere Fahrzeuge mit sich. Daher soll sich nun der Bau- und Umweltausschuss der Stadtverordnetenversammlung damit beschäftigen, ob Oberursel ein sogenanntes integriertes Verkehrskonzept erarbeiten lässt. Die FDP, die ein solches Konzept schon seit langem fordert, hatte das Thema nun erneut zur Sprache gebracht und mit Verweis auf die geplanten Wohnungen einen Antrag im Stadtparlament gestellt – der dann gegen die Stimmen der AfD in den Ausschuss verwiesen wurde, wo er ausgiebig diskutiert werden soll.

„Ein Verkehrskonzept schafft die Grundlage, um eine Flächenexpansion zu ermöglichen“, sagte Thomas Fiehler (FDP). Seine Rechnung: Mit den bereits angekündigten gut 600 neuen Wohnungen im Stadtgebiet kommen 900 Autos und 1200 Fahrräder in die Stadt. Geht es nach den Liberalen, würden in einem umfassenden Konzept Auto- und Radverkehr genauso berücksichtigt wie öffentliche Verkehrsmittel und Fußgänger. Selbst Ampelschaltung sowie Parkplätze und ihre Bewirtschaftung sollen einfließen.

„Ein Mega-Projekt“, warnte Michael Reuter (CDU) angesichts der Vielzahl, wenngleich er „grundsätzlich ein löbliches Unterfangen“ sieht. Allerdings sei ein solches Konzept sehr teuer zu entwickeln und nur schrittweise umzusetzen. Dass Verkehrsprojekte für gewöhnlich lange bis zur Umsetzung brauchen, hat finanzielle, aber auch planerische Gründe. Für die Nordumfahrung habe man 40 Jahre gebraucht, erinnerte Reuter. Und auch der Anschluss der Weingärtenumgehung an die Nassauer Straße beschäftige die Politik schon lange. Bei diesem Anschluss, der, wie berichtet, mit einer neuen Verkehrsführung am Bahnhof einhergehen soll, handelt es sich um das größte laufende Verkehrsprojekt in der Stadt.

Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) schloss sich Reuter an und warnte vor einem zu weit gehenden Detaillierungsgrad eines Verkehrskonzepts. Seine Botschaft an die Fraktionen: „Es muss was Sinnvolles rauskommen.“

Der Ausschuss muss nun diskutieren, ob ein Konzept her soll – und wenn ja, wie detailgenau.she